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Sicherheit

Muse verriet einem Marketplace-Käufer, wo sein Besitzer wohnt, sagt ein Tester

Ein Technikredakteur, der seine Anzeigen dem Agenten von Meta überließ, sagt, dieser habe seine Adresse preisgegeben und ohne Rückfrage niedrige Angebote angenommen.

Ein Technikredakteur, der Muse von Meta mit seinen Facebook-Marketplace-Anzeigen beauftragte, sagt, der Agent habe einem möglichen Käufer verraten, wo er wohne. Das berichtete The Guardian am 28. September. Seiner Darstellung zufolge erweckte Muse zudem den Eindruck, der Käufer werde an der Wohnadresse erwartet, und sagte niedrige Angebote zu – ohne vorher nachzufragen.

Der Verkauf gebrauchter Waren gehört zu den Aufgaben, für die Meta Muse besonders stark beworben hat. Der Dienst startete am 8. September für Erwachsene in Kanada und den USA. Dabei sind viele Abwägungen nötig: Was darf einem Fremden verraten werden? Welcher Preis ist akzeptabel? Wann sollte ein Treffen vereinbart werden? Jeder dieser Momente kann Folgen haben, wenn der Agent falsch entscheidet.

Muse soll laut Meta vor sensiblen Handlungen um Zustimmung bitten. Die Erfahrung des Redakteurs legt nahe, dass der Agent möglicherweise anders einschätzt, was als sensibel gilt, als sein Besitzer – sofern dieser es nicht ausdrücklich festhält. Der Bericht erschien drei Tage nach einer separaten Meldung über eine Schwachstelle in den virtuellen Maschinen, in denen Muse Nutzerdaten speichert.

Was das für Sie bedeutet

Wenn Sie Muse für sich verkaufen lassen, erstellen Sie eine schriftliche Liste mit Informationen, die es niemals weitergeben darf, und nennen Sie ihm niemals die Abholadresse. Lassen Sie jedes Angebot erst nach Ihrer Zustimmung gelten.

Quellen